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Unser Museum
verfolgt den Zweck, die Kleinbahn, die bis 1953 im „Département du Doubs“ verkehrte, wiederaufleben zu
lassen. Es ist aus Privatinitiative
entstanden und enthält zahlreiche Fotos, Dokumente und Gegenstände, die mit der
Geschichte der „Chemins de fer du Doubs“, dem Leben des Bahnpersonals und ihrer Benutzer verbunden sind.
Wie fast überall in
Frankreich wurde bei uns am Anfang des 20. Jahrhunderts ein bedeutendes Netz
Nebenbahnen mit einer Spurweite von 1 Meter
aufgebaut, dessen Gesamtlänge ca. 300 km erreichte. Diese Art Eisenbahn
mußte sich aus Kostengründen mit einer bescheidener Infrastruktur begnügen. Die
Linien liegen oft entlang der
bestehenden Straßen und das Rollmaterial hatte geringere Dimensionen als das
der Normalspurbahn (1,435 m). Daher erhielten bald im Volksmund diese Lokalbahnen den Spitznamen „Tacot“, d.h.
Bimmelzug. Dieses Verkehrsmittel hat aber weit dazu getragen, entlegene
Ortschaften mit der Welt zu verbinden und Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte
zu verschaffen. In unseren gut
bewaldeten Gebieten konnte sich zum Beispiel der Holztransport recht
entwickeln. Was den Personenverkehr betrifft, wurde in den 30. Jahren der
Dampfbetrieb durch Motortriebwagen, auch
Schienenbusse genannt, ersetzt. Einer von diesen, der „L‘Oiseau bleu“ (Der blaue Vogel) getauft wurde,
erreichte sogar 100 km pro Stunde auf Testfahrten, sicherlich damals ein Geschwindigkeitsweltrekord auf
meterspuriger Bahn. Ein Modell dieses historischen Fahrzeuges im Maßstab 1:22
ist hier zu sehen.
Der Tacot erwies
noch unentbehrliche Dienste während dem 2. Weltkrieg. Jedoch nach diesem wurde
er erneut und stärker dem motorisierten Privatverkehr ausgesetzt. Abgesehen von
der Anschaffung einiger Diesellokomotiven wollte das Département die Verlüste
nicht mehr abdecken, nicht zu sprechen von
Investierungen in der notwendigen Instandsetzung und Modernisierung der
Anlagen und Fahrzeuge. So wurde anfang der 50. Jahre das gesamte Netz
stillgelegt. Fast das gesamte Rollmaterial
wurde verschrottet. Der einzige gerettete Güterwagen steht auf dem Museumareal.
Nach Ihrem
Museumbesuch laden wir Sie noch zu einer Fahrt auf unserer eigenen Kleinbahn
rund ums Museum. Auf der 500 m langen Strecke wird der
„Kleingeschwindigkeitszug“ von einer Nachbildung eines Triebwagens der 30.
Jahre gezogen.
Wir wünschen Ihnen einen sehr angenehmen Besuch !
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